Einführung in die Ausstellung

In der Vorbereitungszeit der Ausstellung, aber auch im Gespräch mit Besucher*innen stellte sich immer wieder die Frage, ob ich eine Liste der Werke, die ich für meine Arbeiten zitiert habe, als Besucher-Information rauslegen würde. Jedes Mal war meine Antwort ein klares NEIN. Warum?

Beim Besuch der Ausstellung soll es nicht darum gehen, dass man Bilder mit Vor-Bildern vergleicht, denn das würde die individuelle Begegnung der Besucher*innen mit meinen Werken hindern. Letztlich sind meine Arbeiten autonome Werke, die auch ohne die Kenntniss der zitierten Werke etwas bedeuten können.

Natürlich, wer neugerig ist und sich mit der Ausstellung auseinandersetzten möchte, der oder die kann sehr gern mehr Informationen erhalten. Im Katalogtext von Frank Laukötter (in seiner Fußnote Nr. 11) sind die Namen der zitierten Künstler und die Aufbewahrungsort der zitierten Werke aufgelistet. Meine eigenen Werktitel geben wiederum Hinweise auf die Originaltitel der Arbeiten: Darbringung im Tempel (zitiert habe ich die gleichnamigen Gemälde von Giovanni Bellini und Andrea Mantegna), Beweinung (das Original: Beweinung Christi von Andrea Mantegna), Kreuzigung (der Titel des Originals: Christ on the cross with Mary and St. John) sowie Kreuzabnahme, beide Zitate von Rogier van der Weyden, Im Grabe (das Original: Christus im Grabe oder auch Grablegung genannt von Hans Holbein dem Jüngeren), Schmerzensmann (zitiert von Marten van Heemskerck), Pietà (das Original: Engelspietà von Antonello da Messina). Darüber hinaus habe ich vier Bildwerke in der Ausstellung mit dem Titel Madonna mit Kind, die Originale sind wie folgt: Raffael – Sixtinische Madonna, Andrea Mantegna – The Madonna and Child with Saints Joseph, Elisabeth and  John the Baptist, Giovanni Bellini (Werkstatt) – Madonna and Child Blessing, Vittore Carpaccio – Madonna e bambino benedicente (oder Madonna mit Buch, Mater sapientiae).

Mehr zu erfahren gab es im Rahmen der Führungen. Für alle, die nicht die Möglichkeit hatten, meine Ausstellung in persona zu erleben oder eine Führung mitzumachen, möchte ich anbei eine kleine Einführung geben – ein künstlerisches Statement zum Konzept der Ausstellung Ecce homo – Der Mensch und sein Bild.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: Jeweils eine Arbeit befindet sich in zwei Nebenräumen der Kirche (dazu komme ich später), sowie 11 Bildwerke hängen im Hauptraum der Kirche. Diese letzteren beruhen auf konkrete Bildzitate aus dem Zeitraum von ca. 1430 – 1522, Werke aus dem Spätmittelalter und der Renaissance. (Van Heemskercks Arbeit ist eine Ausnahme: das Original stammt aus der Zeit um 1545-50.) Warum ausgerechnet dieser Zeitraum, warum diese Bildmotive?

Es heißt, die Renaissance war die letzte religiöse Zeit. Das bedeutet, damals haben alle in Westeuropa am christlichen Gott geglaubt. Die Tatsache, dass Jesus Gottes Sohn ist, habe ich in meiner Arbeit nicht hinterfragt. Ich habe schlicht die Tradition fortgesetzt, die bereits im Spätmittelalter Gang und Gäbe war: meine Vorgänger zitiert und neu-interpretiert. Dabei habe ich mich an Altarbildern der Zeit orientiert. Das Altarbild ist damals das Königsdisziplin der Malerei gewesen – unter den wichtigsten Aufträgen, die Maler erhalten konnten, waren die großen Bilder für Hochaltäre. Aber das Altarbild hat auch viel mit der Geschichte der Malerei zu tun, denn das mobile Altarbild emanzipierte die Malerei von der Wand und der Freskomalerei und führte letztlich zur Entstehung des modernen Tafelbildes. Für mich als Malerin ein klarer Bezugspunkt.

Aber mehr noch: Ich habe den Kirchenraum als Kirchenraum bespielen wollen, denn die Kulturkirche St. Stephani ist architektonisch eine gotische Kirche. Sie stammt genau aus der Zeit, in der die von mir zitierten Meister gewirkt haben oder sich auf gotische Vorgänger beziehen konnten. Diese Kirche war früher mit ca. 18 Altären ausgestattet (mündl. Kommunikation mit der Pastorin Diemut Meyer, April 2019). Für meine Ausstellung habe ich ein Bildprogramm entworfen, das sich auf einer Ebene religiös lesen läßt. Die gewählten Bildmotive sind nicht willkürlich. Sie zitieren ausschlißlich solche, die damals als Altarbildmotive dienten. Das sind Bildmotive, die eukaristisch aufladbar waren: Madonna mit Kind, Darbringung im Tempel, Kreuzigung, Krezabnahme, Beweinung, Im Grabe, Pietà, Schmerzensmann.

Im Ausstellungsraum habe ich den Anfang und das Ende des Lebens Jesu immer gegenübergestellt, um ein Spannungsfeld zu schaffen. Die künstlerische Strategie, die ich sowohl bei der Erstellung der Werke als auch beim Raumkonzept angewendet habe, heißt Appropriation (Aneignung). Es ist eine sehr alte Strategie und klar abzugrenzen von Kopieren. Die Aneignung bestand in meinem Fall darin, dass ich aus den Originalwerken ausgegangen bin, aber entstanden sind individuelle Lösungen zu den einzelnen Arbeiten. Darum bilden die 11 Werke einen Werkzyklus, und keine Bildserie. Manche sind installativ, andere altmeisterlich gemalt, wieder andere verbinden mehrere Medien.

Wie ein roter Faden (statt der roten Farbe des gegossenen Blutes Christi, das nirgends in meinen Arbeiten auftaucht) zieht sich die Textilie durch den Werkzyklus. In einigen Bildern ist sie einfach ein Bildmotiv: ein gemaltes Tuch. In anderen ist es reales Material (der Samtvorhang in Madonna mit Kind in Anlähnung an Raffaels Sixtina), manchmal aber werden die Grenzen zwischen diesen beiden Möglichkeiten vermischt. So ist die Kreuzigung ein bemaltes Tuch, das wie ein Vorhang drapiert ist, gleichzeitig ist auch das Bildmotiv ein Tuch, und zwar das Lendentuch des gekreuzigten Jesu.

Der Werkzyklus wird ergänzt durch zwei konzeptuelle Arbeiten. In einem kleinen Anbau, heute ein Vorraum an der Südseite, an der Stelle des ehemaligen (und im 2. Weltkrieg zerstörten) Südschiffes hängt im abgedunkelten Raum ein Mosaikbild. Es zeigt das Gesicht des Salvators aus dem Apsis der alten Lateranbasilika in Rom. Aber gleichzeitig zeigt es das Gesicht des Betrachters/der Betrachterin, denn das Mosaik ist aus Spiegelglas-Stückchen zusammengesetzt. Warum?

In dieser Ausstellung geht es – unter anderem – um die Möglichkeiten der Darstellung Jesu und im erweiterten Sinn um die des Porträts. Bildtheoretisch ist das Spiegelbild des Narzissus, der sich in das eigene, im Wasser wiederspiegelte Bild verliebte, das erste Porträt. Nicht das erste gemachte, aber das erste gesehene Porträt.

Man kann die Arbeit natürlich auch sehr plakativ verstehen. Das Gesicht Jesu ist eine Projektionsfläche, wir sehen uns selbst in ihm, darum ist es auch möglich, dass sein Konterfeit im Laufe der Zeit gewandelt hat und der jeweiligen Schönheits-Vorstellung entspricht.

Die andere Arbeit hängt in der Nordkapelle – dieser kleine Raum ist ein Teil des ehemaligen Nordschiffes der Kirche. Sie heißt Veronika und ist Siebdruck auf grundierter Leinwand. Obwohl Siebdruck bekanntlicherweise ein Vervielfältigungsverfahren ist, habe ich diese Arbeit als Unikat und nicht als Auflage konzipiert. Es ging mir hier so wie bei der Spiegelmosaik-Arbeit um das Thema „Urbild“. Zwar habe ich mich auf die Legende der Veronika bezogen. Veronikas Schweißtuch ist – bevor es als Vera-Ikon ein viel verbreitetes Bildformel wurde – als Reliquie verehrt worden und nicht als Bild. Augenzeugen um 1200, als man das sudarium zu besonderen Anlässen noch öffentlich gezeigt hat, berichten darüber, dass sie es zu sehen bekommen haben und darin Jesu Antlitz erkannt haben. Interessant ist, dass sie das Bild nicht als Bild beschrieben haben – sie sagen also nichts darüber, wie Jesu Antlitz auf dem Tuch ausgesehen hat. Sie haben Jesu erkannt, weil sie wussten, was sie sahen und nicht, weil der Abdruck erkennlich war! Diese Leerstelle faszinierte mich und so kam ich zur Lösung meiner Arbeit: Ich habe ein Körperteil einer Frau abgedruckt und für den Siebdruckverfahren vorbereitet. Das Ergebnis ist ein abstraktes Bildmotiv, das zwischen Abdruck und Malerei changiert. Zwei leicht unterschiedliche Druckvorlagen wurden mit dem selben Farbton exakt übereinander gedruckt, um das Malerische im Original-Abdruck nachzuahmen.

Wer war Veronika? Wir wissen es nicht. Ihre Identität manifestiert sich über das Schweißtuch. Die selbe Frage kann man auf Jesus übertragen. Fest steht, auch ohne die genauen kunsthistorischen Bezüge und das Wissen über die konkreten Bildzitate erkennen wir Jesus an seinem Lendentuch.

Eindrücke von der Vernissage

Das Projekt endet mit dem Ausnahmezustand

Es fällt mir schwer, zu schreiben.

Vor zwei Wochen dachte ich, ich komme in die letzte Phase meiner Vorbereitungen für die Ausstellung in der Kulturkirche. Die letzten Arbeiten wurden in Februar und Anfang März größenteils fertig, so dass ich hauptsächlich nur noch mit einer einziger Arbeit beschäftigt war, für die ich reichlich Zeit eingeplant habe. Ich kam ganz gut voran, so dass ich mich gefreut habe, eventuell sogar früher fertig zu werden.

Am Wochenende von 7/8. März war ich in voll Betrieb im Atelier. Ich musste die Hängesysteme an die Bilder anbringen, die auf Holz gemalt wurden, und die mehrteiligen Gemälde (provisorisch) zusammenschrauben. Am Sonntag ging ich zwischendurch in die Weserburg, wo am Nachmittag der Weltfrauentag gefeiert wurde. Es wurde ein langer Tag.

Der Fotograf Jens Weyers kam am Dienstag zu mir ins Atelier, um die Fotos für die Repros für den Katalog anfertigen zu können. Auch dieser Tag war sehr voll, nach dem Fototermin hatte ich eine Kuratorin zu Besuch und am Abend hatten wir Jahresversammlung im Künstlerinnenverband.

Am Mittwoch früh fuhr ich in die Universitätsbibliothek, um die restlichen Bücher (bis auf eins, das ich noch immer nicht geschafft habe, zu Ende zu lesen) zurückzugeben und neue Bücher für ein neues Projekt auszuleihen. Ecce homo – so dachte ich – wird bald mit einer Ausstellung abgeschlossen, auf die ich schon seit einem Jahr sehr intensiv hingearbeitet habe.

Bis Donnerstag wurde die Coronavirus-Lage ein konkretes Thema. Ich konnte noch bei einem Workshop wie geplant mitwirken – nur eine der Teilnehmer*innen ist nicht gekommen. Mit meinem Besuch im Atelier am Freitag haben wir aber schon mit Sorge über die Zukunft nachgedacht. Immer dachte ich noch, bis Mitte April, wenn der Aufbau für meine Ausstellung losgehen sollte, haben wir die Krise überstanden.

Das Wochenende war voll mit Nachrichten und Anfang der nächsten Woche wurde klar – es ist alles viel schlimmer, als wir dachten. Die Pastorin rief mich an und hat mich informiert: Die Kulturkirche muss schließen. Die aktuelle Ausstellung muss verlängert werden, damit sie nicht komplett unter Ausschluß der Öffentlichkeit laufen muss. Ecce homo kann nicht wie geplant stattfinden.

Alles sehr sinnvoll, verantwortungsvoll, respektvoll.

Am Dienstag sickerte es langsam zu meinem Bewusstsein durch. Ecce homo – Der Mensch und sein Bild endet für mich ohne Abschluß.

Die Ausstellung fällt nicht aus, netterweise (mein großer Dank geht an die Pastorin Diemut Meyer), sie wurde verschoben. Doch mit 4 Monaten Abstand wird das für mich nicht die selbe Bedeutung haben.

Viele Freunde, Bekannte haben geplant, zur Eröffnung, zum Katalogrelease, oder zu Besuch während der Laufzeit der Ausstellung zu kommen, zum Teil auch von ausserhalb von Bremen. Viele haben mit mir mitgefiebert, waren neugierig. Familie, Freunde, Kolleg*innen, Werkstattleiter haben mir geholfen, wenn ich Hilfe brauchte. Gäste kamen zahlreich zu Besuch ins Atelier, um vorab schon etwas über die Arbeit zu erfahren, ihre Gedanken mit mir zu teilen.

Allen gilt mein allerbester Dank.

DER VORHANG

Eine der großen Paradoxen der christlichen Kunst liegt in der Sichtbarmachung des Unsichtbaren, nämlich die Sichtbarmachug Gottes.

Gott kann man nicht abbilden, darum wurden Bilder ursprünglich aus dem christlichen Kult verbannt, und auch spätere ikonoklastische Bewegungen argumentierten ähnlich. Um dennoch das Bedürfnis nach Bildern befriedigen zu können, griff man schon in der späten Antike und im frühen Mittelalter auf sogenannte acheiropoieta (acheiropoieton = nicht vom Menschenhand gemachtes Bild) zurück. Das wohl berühmteste ist das Schweißtuch der Veronika – ein Bild, das sich auf wunderbarer Weise auf dem Leinentuch der Frau namens Veronika bildete, als sie Jesus auf dessen Passionsweg ihr Leinentuch reichte, damit er sein Gesicht darin abtupfen kann. Der Entstehungsprozess – Jesus selbst drückte sein Abbild auf den Bildträger, das Leinentuch – rechtfertigte die Erstellung von Bildwerken in der Folge.

Dem Tuch, der Textilie kommt jedoch nicht nur in der Legende der Veronika eine wichtige Rolle zu. Der Schleier, der Vorhang ist das Methapher des Göttlichen schlechthin. Jesus, das Inkarnat, ist der Vorhang, der für uns Gott repräsentiert. Deswegen wurden im Mittelalter unter anderem Vorhänge auch für die Inszenierung – Verhüllung und Enthüllung – von Altarretabeln eingesetzt. Und als Jesus gekreuzigt wurde, riss der Vorhang des Tempels.

Dieses biblische Bild diente als Ausgangspunkt für eine der Arbeiten, die ich im Rahmen meines Projektes angefertigt habe. Anbei zwei Ausschnitte aus dem Prozess. Auf dem linken Foto ist das Bildmotiv auf Holz gemalt. Später kam ich auf den Gedanken, das Thema des Reißens des Vorhangs mit dem Bildmotiv der Kreuzigung direkt zu verknüpfen. Es schien mir logisch, das Bildmotiv auf Textilie (wie ein Vorhang) zu malen. Vom Ergebnis sieht man ein Detail auf dem rechten Foto.

Das Thema der Textilien im kirchlichen Kontext ist sehr komplex. Auch deswegen fand ich es reizend, im Projekt mit der Textilie zu arbeiten.

Für mich als Malerin ist Textilie als Bildgrund – das Leinengewebe – alltägliches Arbeitsmaterial. Normalerweise bleibt sie unsichtbar: Sie dient lediglich dazu, die Farbe zu tragen. Wenn ich jedoch an die Leinwand als Textilie, als Stoff denke, ist der Schritt nicht sehr groß, auch andere Sorten von Textilien zu bemalen. Andererseits ist die Textilie in der christlichen Kunst seit dem Mittelalter ein häufiges Bildmotiv. Auch das gehört im Projekt zum Repertoire meiner Zitate. Wenn ich ein Tuch auf Leinwand male, gibt es eine Verdopplung: Die Textilie als Motiv wird auf Textilie als Material gemalt. Diesen Umstand kann ich fruchtbar machen, indem ich die Farbe lasierend auftrage. Dadurch bleibt die Struktur des Leinenstoffes sichtbar und die genannte Verdopplung wird vor Augen geführt: Die Gewebestruktur des Bildträgers wird eins mit dem des gemalten Stoffes.

Weiterführende Literatur

Holger Broeker, Markus Brüderlin, Hartmut Böhme, Magdalena Abakanowicz (Hrsg.) Kunst und Textil. Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute. Kunstmuseum Wolfsburg, Hatje Cantz Verlag, 2013

Stefanie Seeberg, Textile Bildwerke im Kirchenraum: Leinenstickereien im Kontext mittelalterlicher Raumausstattungen aus dem Prämonstratenserinnen-kloster Altenberg/Lahn. Michael Imhof Verlag, 2014

Claudia Blümle, Beat Wismer (Hrsg.) Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance – von Tizian bis Christo. Kunstpalast Düsseldorf, Hirmer Verlag, 2016

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Ausstellung-Rundschau

Wer sich in den nächsten Tagen in Berlin aufhält, hat noch die Chance, in der Gemäldegalerie die Gegenüberstellung von zwei Größen der Renaissance-Malerei zu bewundern. Andrea Mantegna und Giovanni Bellini waren Zeitgenossen, Rivalen und Verwandte – und beide waren auf sehr unterschiedlicher Art innovativ. Viele berühmte Christusdarstellungen und andere christliche Bildmotive sind in der Ausstellung mit dabei. Die Ausstellung Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance geht noch bis zum 30. Juni. Mehr Infos dazu unter:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/renaissancemaler-mantegna-und-bellini-in-der-berliner-gemaeldegalerie-16067425.html

Keine christliche Kunst zeigt, jedoch sehr viel mit dem Körper und seinem Leid zu tun hat eine ebenfalls aktuelle Ausstellung im Kunstbau / Städtische Galerie München (läuft bis 15. September). Unter dem Titel BODY CHECK sind zwei bereits verstorbene Größen der zeitgenössischen Malerei bzw. Kunst zusammengeführt: die Österreicherin Maria Lassnig (1919-2014) und der deutsche Martin Kippenberger (1953-1997). Beide Positionen stellen den eigenen Körper in den Fokus ihrer Malerei. Die Darstellungen sind schonungslos, unidealisiert – manchmal selbstironisch. Zur Ausstellung eine kleine Einführung auf der Seite der Ausstellungsinstitution:

https://www.lenbachhaus.de/ausstellungen/body-check/

Wer von Maria Lassnig mehr sehen möchte, bietet sich die Möglichkeit dazu in der Staatsgalerie Stuttgart, wo die Sammlung Klewan mit Werken der Malerin noch bis zum 28. Juli gezeigt wird. Näheres dazu unter:

https://www.staatsgalerie.de/ausstellungen/maria-lassnig.html

Ausschnitt aus der Installation des brsilianischen Ordensbruders und Malers Sidival Fila, Pavillon Venedig, Venedig Biennale 2019

Unerwartet auf der Venedig Biennale schafft der Franziskaner Sidival Fila mit seiner Installation einen spirituellen Raum im Pavillon Venedig (Standort: Arsenale). Eine schöne Erfahrung – eine Brücke zur Gegenwartskunst gelingt jedoch nicht.

An spirituellen Orten mangelt es in der Stadt allenfalls nicht. Wer sich in Venedig aufhält, sollte sich neben der Biennale die Zeit nehmen für den Besuch einiger Kirchen.

Mit dieser Rundschau verabschiede ich mich in die Sommerpause. Mit Beiträgen in diesem Blog melde ich mich wieder im August. Ich wünsche Allen sonnige Tage und einen erholsamen Urlaub!